Saison 2008 - 2. Bundesliga PDF Drucken

phoca_thumb_m_img759.jpgNach 5 spannenden Turnieren in der Saison 2008 in der 2. Bundesliga der Lateinformationen landen wir auf dem 5. Platz in der Gesamtwertung. Als Neuaufsteiger haben wir uns einen guten Einstand ertanzt.

Tabelle 2. Bundesliga, Saison 2008

5. Turnier 01.03.2008 in Ludwigsburg - sensationeller 4. Platz

Beim Saisonfinale in Ludwigsburg erreichten wir einen sensationellen 4. Platz mit der Wertung 4 3 5 4 4.

4. Turnier 16.02.2008 in Nürnberg - erneut Platz 5

Beim vierten Turnier ertanzten wir uns im Großen Finale den 5. Platz - mit nur einer Platzziffer Unterschied zum vierten Platz. Die Wertung: 5 3 5 3 5 4 4.

3. Turnier 02.02.2008 in Bochum - Platz 5

Beim dritten Turnier erreichten wir den 5. Platz in der Gesamtwertung. Nachdem die Wertungsrichter das Startfeld in ein jeweils vier Mannschaften zählendes Kleines und Großes Finale aufteilten, gewannen wir das Kleine Finale mit der (Gesamt-) Wertung 6 5 5 5 8.

2. Turnier 19.01.2008 in Greven - Platz 5

Besondere Umstände oder wo ist das Kreuz hin?

Nach zwei Wochen intensivem Training freuten wir uns schon auf den heutigen Tag und waren gespannt, ob wir an den richtigen Punkten gearbeitet hatten. Keiner kam zu spät oder vergaß etwas und so machten wir uns pünktlich um halb neun auf den Weg nach Greven. Die Fahrt verlief diesmal ohne besondere Vorkommnisse - im Gegensatz zu dem restlichen Tag, wie es sich später zeigen sollte.

Da unser Zeitplan sehr gut kalkuliert war, kamen wir zu früh am Wettkampfort an, wo uns auch schon das erste Hindernis erwartete: Wir durften erst eine Stunde später in die Halle. Die vorgegebene Öffnungszeit hatte unsere Trainerin übersehen. Trotz strömendem Regen hatte die Veranstalter leider kein Erbarmen mit uns, so mussten wir eine geschlagene Stunde in der Kälte bzw. im Bus auf die Öffnung der Halle warten. Als es endlich soweit war, durften wir auch noch nicht gleich rein, unser Mannschaftskapitän sollte sich erst die „Regeln und Vorbehaltsklauseln“ für den Tag anhören. Hier ein kleiner Auszug: Kein Alkohol in der Halle, insbesondere in den Duschen, Schwarzsprühen nur in einer extra vorbereiteten „Dunkelkammer“, Getränke für die Teams gibt es nur gegen Pfand und die Flaschen dürfen nur leer zurückgegeben werden, der Videoausweis ist keine Eintrittskarte usw. Wie dem auch sei. Wir waren froh, dass wir nicht zu den Teams gehörten, die ihre Umkleidekabine im Nachbargebäude hatten und fügten uns den besonderen Umständen. Die Stellprobe verlief ganz gut, auch ohne Mittelkreuz. Nur das Parkett war sich nicht ganz einig, ob es jetzt spiegelglatt oder doch lieber stumpf sein wollte und die Musik-Anlage war mit den Höhen/Tiefen in unserem Einmarsch etwas überfordert. Auch diese Umstände akzeptierten wir und warteten auf den Beginn des Turniers und was sonst noch so für Umstände/Überraschungen auftauchen würden. Diese ließen auch nicht lange auf sich warten. Schon der Einmarsch der Formationen war wieder nicht ganz üblich und damit problematisch. Nicht selten führte er in den sehr engen Fluren und den zwei Eingangsbereichen zur Halle zu Stau. Ich hoffe, es war wenigstens für die Zuschauer ein angenehmer Effekt, wenn die Formationen jeweils wechselnd aus den zwei Halleneingängen über die Fläche liefen.

Bis das Turnier dann tatsächlich beginnen sollte, hatten wir noch ca. 20 Minuten Zeit, die wir zur Vorbereitung nutzten. Wir sollten als zweites Team auf die Fläche gehen, nach Nienburg und vor Nürnberg. Klares Ziel was das große Finale und so tanzten wir auch. Auch wenn es ein paar Stürze gab, ließen wir uns diesbezüglich nicht beirren und lieferten eine fantastische Show ab. Unmittelbar nach einem Sturz 12 Lankenau-Pirouetten einwandfrei zu stehen oder im wandernden Roundabout im richtigen Drehgrad über die Fläche zu rutschen/stürzen, soll erstmal einer nachmachen. Jetzt hatten wir aber erstmal Pause und könnten uns um unsere „Verletzte“ kümmern. Aber etwas Eis konnte da schon sehr viel erreichen, wenn auch das Veilchen nicht mehr ganz zu verhindern war. Gespannt warteten wir auf die Verkündung des Vorrundenergebnisses. Unser Mannschaftskapitän wollte uns noch auf die Folter spannen, aber zu dem Zeitpunkt wussten wir bereits, dass es gereicht hat. Trotzdem waren wir super happy, als er bestätigte: Großes Finale, Startplatz 4. Erleichtert, dass wir unser Hauptziel erreicht haben, konnten wir ganz anders auf die Fläche gehen. Mit viel Gefühl und Power zeigten wir, was in uns steckt und begeisterten unsere Fans und unsere Trainer. Auf das Ergebnis mussten wir dann auch nicht lange warten. Es musste nur noch ein Team nach uns auf die Fläche, dann kamen auch schon die Wertungsrichter. Diesmal waren sich die Wertungsrichter nicht ganz so einig wie in Backnang. Wir waren hoch erfreut, als wir unsere Wertung 4 4 4 5 5 erhielten.

Auch wenn es nicht für den 4. Platz gereicht hatte, zeigt es doch, dass die Wertungsrichter unsere Leistung anerkennen und Potential nach oben sehen. Die Residenz lag auf Platz 1 (auch nur mit Majorität auf 2), Backnang auf Platz 2 (mit einer 5 in der Wertung) TCL auf Platz 3 und Greven auf Platz 4.

Nach der Siegerehrung wurden die Duschen gestürmt. Leider war das Wasser sehr schnell verbraucht und so wurde die ein oder andere Wasserflasche noch zum Shampoo-Auswaschen missbraucht. Als sich die Umkleidekabine dank übermäßigem Fönbetriebes in eine Sauna verwandelte, ergriffen die erste die Flucht Richtung Bus. Der anschließende Besuch bei McD ist ja schon vorprogrammiert. Es dauerte anschließend noch eine Weile bis Ruhe im Bus einkehrte, doch als nach und nach die Lichter ausgingen, schliefen die ersten auch schon ein. Nach beherztem Eingriff mit Hilfe einer Haarnadel war dann auch das letzte Licht bezwungen, so dass dann für den Rest der Fahrt Schlafen und Ausruhen angesagt war.

Es war ein ereignisreicher Tag voller Umstände, Regeln und seltsamer Vorschriften. Der Veranstalter hat es sicher nur gut gemeint, fraglich ist, ob dass in diesem Ausmaß sein musste. Regeln sind sicher gut und wichtig, um Chaos zu vermeiden, aber zu viele Regeln können einem auch den Spaß an so einem Turnier nehmen. Ich fürchte das Feedback der meisten Tänzer zu diesem Turnier (Backstage) dürfte eher negativ ausfallen, da der Wohlfühl- und Spaßfaktor meines Erachtens am Wochenende arg zu kurz kam. Schade. Ich hoffe, die Zuschauer haben eine bessere Erinnerung an den Tag.

Nichts desto trotz freuen wir uns sehr über das Ergebnis. Die Wertung zeigt, dass wir an den richtigen Punkten gearbeitet haben und wir werden dies bis zu dem nächsten Turnier weiter tun. In zwei Wochen ist es wieder soweit. In Bochum folgt der nächste Kampf um das große Finale und die nächste
gute Platzierung.

3, 2, 1 – Aaaangriiffffff !!!!

1. Turnier 05.01.2008 in Backnang - Platz 6

Vom Rückenwind und dem Doppelten Toto...

Endlich war der heißersehnte Tag gekommen. Um 10 Uhr setzte sich der mit Tänzern und Fans besetzte Bus Richtung Backnang in Bewegung. Genau genommen erst um 10.06 Uhr, dank unserer Schlafmütze Mirko. Immerhin hatte er, im Gegensatz zu Andy, an alles „lebensnotwendige“ (Turnierhose und Tanzschuhe) gedacht.

Die Stimmung im Bus war etwas zu ruhig für das erste Turnier der Saison, aber dies sollte sich im Laufe des Tages ändern. Während der Fahrt konnten die Mädels schon einmal ihre Fingerfertigkeit und Balance unter Beweis stellen – da etliche Strasssteine in auf die Köpfe der Mädels geklebt werden mussten. Dank Uhu-Alleskleber war die Klimaanlage im Bus schnell überfordert, die Stimmung änderte sich schlagartig und der eine oder andere Tänzer ergriff die Flucht in den vorderen Teil des Busses, um nicht wegen Klebstoff-Schnüffeln womöglich einen Dopingskandal auszulösen. Nach einer kurzen Rast war dieses Problem aber schnell beseitigt und der Rest der Fahrt verlief ohne besondere Vorfälle.

In Backnang angekommen, machten wir uns unmittelbar für die Stellprobe fertig. Diese verlief problemlos, da uns die Halle schon aus unserem ersten Regionalliga Jahr 2006 bekannt war. Bei der folgenden Videoanalyse wurden letzte Problemstellen besprochen, dann galt es sich für das Turnier fertig zu machen. Hierbei war es vorteilhaft, nicht nur „Schreibtischtäter“ unter den Tänzern zu haben. Dank des beherzten Eingreifens unseres Tänzers Paco, Beruf Gas/Wasserinstallateur, konnten Buffet und Kabine vor dem Ertrinken gerettet werden. Hoffentlich hat der Hausmeister mittlerweile die Dichtung im Waschbecken ersetzt.

Gegen 17 Uhr ging es zur Rundenauslosung – wie im Jahr 2006 sollten wir als erste Mannschaft auf die Fläche. Vor zwei Jahren hat uns dieser Startplatz Glück gebracht. Mit einem vierten Platz haben wir damals unser Saisonziel übertroffen. Mal sehen, ob es uns in diesem Jahr ebenfalls gelingt. Die Aufregung war groß, es galt als Aufsteiger und erstes Team des Abends die Messlatte anzulegen und den Wertungsrichtern einen bleibenden, positiven Eindruck zu hinterlassen.

Um 19.10 Uhr war es dann endlich soweit. Jetzt mussten wir zeigen, was wir in den vergangenen sieben Monaten erarbeitet haben und ob es zum Klassenerhalt reichen würde. Unsere Trainer waren sehr zufrieden mit unserem ersten Durchgang, auch die Tänzer waren zufrieden und sehr erleichtert – alle unsere Hightlights, „Rückenwind“, „Schermuly-Pirouette“, „Gerd-Pirouette“, „Doppelter Toto“ und „Schluß-Heidi“ waren fast perfekt (an dieser Stelle übrigens noch mal vielen Dank an die Namensgeber und Paten unserer Highlights). Die Zeit bis zur Verkündung des Vorrundenergebnisses zog sich ins Unerträgliche. Um 20:30 Uhr erfolgte endlich die Bekanntgabe, leider nur das kleine Finale. Aber die Aufteilung 4/4 deutete darauf hin, dass die Wertungsrichter sich diesbezüglich sehr uneinig waren, da in der Regel nur 2-3 Mannschaften das kleine Finale bestreiten. Auch wenn wir etwas enttäuscht waren weil es nicht für das große Finale gereicht hat, so hatten wir doch immer noch unser Saisonziel – Klassenerhalt – vor Augen und waren bereit, alles dafür zu geben.

Im Finale sollten wir als zweite Mannschaft starten. Um 21.30 Uhr gingen wir mit dem Willen alles zu geben auf die Fläche. Der Durchgang war nicht ganz so synchron wie der erste und auch bei der „Gerd-Pirouette“ gab es ein paar kleine Wackler. Im Großen und Ganzen waren unsere Trainer aber mit unserer Gesamtleistung beim ersten Turnier zufrieden. Gemeinsam schauten wir uns noch die restlichen Mannschaften im kleinen Finale an und erwarteten gespannt das Ergebnis. Mit der Wertung 1 1 2 2 4 haben wir knapp den 5. Platz verpasst. Vor uns lag Greven, nach uns folgten die Mannschaften aus Nürnberg und Nienburg.

Nach ein paar aufmunternden Worten durch die Trainer wich die Enttäuschung der Freude über den 6. Platz und den damit verbundenen ersten Schritt zum Ligaerhalt. Damit wir wissen, woran wir für die nächsten Turniere arbeiten müssen, sahen wir uns gemeinsam das große Finale an. Die Mannschaften aus Ludwigsburg und Backnang zeigten mit sehr viel Power und überzeugendem Ausdruck sehr deutlich, dass ihr Saisonziel der Aufstieg in die 1. Bundesliga ist. Die Residenz Ludwigsburg holte sich mit einem knappen Vorsprung vor Backnang den Turniersieg, während die Wertungsrichter einstimmig den TC Ludwigsburg auf Platz 3 und Dorsten auf Platz 4 setzten.

Nach Siegerehrung, Fotos und Duschen machten wir uns recht schnell auf den Heimweg. Natürlich wurde dabei obligatorisch ein Fastfood-Restaurant angesteuert und der Rest der Fahrt verlief ohne besondere Vorkommnisse. Nach vielen Wochen hartem Training und nach einem aufregenden Turniertag freuten sich viele einfach nur auf den trainingsfreien Sonntag und schlummerten friedlich bis wir wieder in Rüsselsheim bzw. Limburg ankamen.

Am 19.01. geht es schon wieder weiter. In Greven werden die Karten neu gemischt. Mit Ehrgeiz und Power werden wir bis dahin das Training intensiv nutzen, um unsere Stärken weiter auszubauen und damit unserem Ziel ein Stück näher zu kommen. Wir freuen uns auf das nächste Turnier und schicken ein dickes Dankeschön an Anke sowie an unsere Fans und Sponsoren. Auch beim nächsten Mal werden wir wieder unser Bestes geben…

3, 2, 1 – Aaaangriiffffff !!!!